Tag 10: Geburtstag unter Palmen

Ich will´s nicht groß feiern, aber es ist schon toll, wenn man eigentlich im Winter Geburtstag hat und dann den Tag mit 30° C, Sonne, Meer und der besten Ehefrau von allen (in memoriam Ephraim Kishon) verbringen darf – ein besseres Geschenk gibt´s nicht!

Auf dem Programm stand nicht viel, und selbst das haben wir vertrödelt 😁 – es sollte eigentlich von Old Town mit einer Fähre auf die nahe Nachbarinsel Koh Por gehen, also rollerten wir mal wieder durch die Pampa (allein das ist ja schon herrlich). Leider geht die Fähre nur alle 2 Stunden und wir hatten sie gerade erst verpasst. Also erkundeten wir in der Zwischenzeit den weiteren Süden der Insel, der ja im Nationalpark endet – allerdings nur, wenn man sich ihm von der Straße der Westküste nähert. Die Ostküstenstraße endet kurz vor dem Park und ist damit eine etwa 25km lange Sackgasse 😂

Auf dem letzten Kilometer, wo es schon fast nichts mehr gibt, entdeckten wir dann das Juwel Panorama: ein einfaches kleines Restaurant oberhalb eines Strandes mit fantastischem Blick auf das Meer. Das Besondere hier sieht man allerdings nicht und erfährt davon nur, wenn man in der Speisekarte auch den (deutschen) Einleitungstext liest: Das „Panorama“ gehört „Jack“ (der auch ein bisschen Deutsch spricht), einem ehemaligen Computertechniker aus Bangkok, der dem Stress entkommen wollte und sich hier als Wirt selbstständig gemacht hat. Er verwendet nur regionale Zutaten und achtet auf einen umweltschonenden Betrieb (bspw. keine Plastik-Strohhalme, was in Thailand immer noch normal ist). Die Omeletts und Frühlingsrollen sind ein Hit. Der Knaller aber sind der Kräutertee (einen solchen Geschmack kannte ich bis dato noch nicht) und der Kaffee: die Bohnen kommen von einem Anbaugebiet in Chiang Mai (Nordthailand), das seine Schwester betreibt. Der Kaffee ist unglaublich mild und dennoch kräftig im Geschmack. Die Bohnen sind noch grün und nicht zu Tode geröstet, das ist vermutlich der Grund. Kurz und gut, wir haben jeweils zwei Packungen für zuhause gekauft…

Natürlich haben wir es hier viel zu lang genossen und so auch die nächste Fähre verpasst. Um den Rest des Tages gebührend zu verplempern, fuhren wir zurück nach Norden in den Hauptort Ban Sala Dan, wo auch der „Long Beach“ beginnt und wir schon mal vorab vom Strand aus ein paar Bungalows für die kommenden Übernachtungen begutachten wollten – außer dem Herumliegen und Sonnenbaden an eben diesem, natürlich 😉

Zum Abend hat Gudrun mich ins „Maladee“ eingeladen, ein Restaurant, das sie von Melanie aus dem Yoga-Kurs empfohlen bekommen hatte. Danke Melanie, das war wirklich sehr gut!
Die Rückfahrt im Dunkeln war eine neue Erfahrung, aber nichts dramatisches (man sieht nur die Schlaglöcher etwas später…) und gegen 21 Uhr fielen wir ziemlich geschafft ins Bett.

Noch eine kleine Roller-Impression aus Ban Sala Dan, wo es nachmittags noch nicht so voll ist:

Comments

  1. Avatar-Foto
    Herbert meint:

    Trainierst Du mit dem Roller Euere Heimfahrt? Wart Ihr schon auf der Einwanderungsbehörde? Könnt Ihr nachts überhaupt noch schlafen?
    Wo schläft Dein adoptierter Roller? Hat dieser einen höheren Spritverbrauch als Du? Ist die Hupe am Roller defekt? In Asiatischen Ländern wird doch normalerweise an jeder Kreuzung gehupt! Für heute genug Fragen. Herzlichen Glückwunsch zu Euerer schönen Zeit. Rob, Super Reportage!!!!! Liebe Grüße Gitta und Herbert.

    • Rob
      Rob meint:

      Der Roller heißt Friedhelm und darf, wie alle unsere Haustiere, nicht mit ins Bett. Ich wollte ihm auf dem Parkplatz ein Körbchen hinstellen, aber die Hotelleitung war dagegen 🙁
      Interessanterweise wird gerade in Thailand wenig gehupt. Hier herrscht ohnehin Wildwest, da braucht es die Hupe eher, um jemanden zu grüßen. Charmant; wäre schön, wenn das in Deutschland auch so wäre!

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