Tag 52: Zu Fuß durch Bangkok

Unser letzter Tag, morgen geht es nach Hause! Also wollen wir heute nochmal etwas von Bangkok sehen, das ist klar. Nach den gestrigen Erlebnissen mit dem Straßenverkehr haben wir allerdings keine Lust auf Auto oder Bus, darum haben wir uns als Ziel einen schönen Park in der Nähe (ca. 6km) ausgesucht, zu dem wir zu Fuß gehen wollen; damit sehen wir auch unterwegs sicherlich einiges Interessantes. Machen wir es kurz:

Ja, die Strecke ist interessant und spannend (vor allem, wenn man sich mal zwischendurch verläuft 😉, dazu gleich mehr) und der Park war auch sehr schön (überhaupt kein Vergleich mit dem abgewrackten Ding in Chiang Mai), aber gefühlt auch deutlich länger als 6km. Das liegt allerdings wohl vor allem an den Temperaturen, denn bei 35° ist alles etwas anstrengend, und der starke Verkehr mit seinem Lärm und den Abgasen direkt neben uns ist auch nicht gerade entspannend… Dennoch wollen wir diese Erfahrung nicht missen:

Anfangs, als ich noch so dachte, dass ich das erste Teilstück bis zu dem Kaufhaus mit den furchtbar vielen Ständen (Pratunam Market) inzwischen auch ohne Maps finden würde, haben wir uns prompt verlaufen und standen auf einmal auf einem Stückchen Trampelpfad, der direkt vor uns endete, weil dort Bahngleise verliefen – und rechts und links standen nur ein paar traurige, halbverfallene Wellblechhütten: wir waren in einem Slum-Viertel gelandet! In Frankfurt hätten wir jetzt Angst gehabt, eins übergezogen zu kriegen und ausgeraubt zu werden. Nicht hier: während wir uns neugierig umschauten, wo wir wohl ungefähr sind und wo es weitergehen könnte, sprach uns ein Mann vor seiner Hütte an: „Are you lost? Don´t know where to go?“ – Noch war ich skeptisch und wollte mich eben nicht als „lost“ outen, da sprach er auch schon weiter und wollte wirklich bloß helfen: In die Richtung liegt dies und jenes, dort lang geht es nach da und da, und wenn wir da vorne lang gehen, kommen wir wieder auf die Hauptstraße mit den Geschäften. Wir bedankten uns freundlich und erhielten noch ein freundliches Lächeln – alles sehr thai-mäßig, richtig schön!

Als wir später endlich den Park erreichten, war das eine schöne Überraschung. Das Gelände ist groß und wird gut gepflegt, überall waren „Parkranger“, die sauber machten und die Pflanzen gossen (teilweise mit LKW mit Wasserwerfer drauf!). Wir hatten zwar vorher schon Warnschilder gesehen, waren aber dennoch überrascht, als wir auf einmal mehrere Warane sahen, die gemütlich durch´s Wasser schwammen und an Land herumspazierten. Man soll diese etwa 1,50m langen Tiere nicht füttern oder versuchen zu streicheln – die können nämlich ganz schön bissig sein!

Mittags auf dem Rückweg, wir waren beide vollkommen durchgeschwitzt und etwas kaputt, kehrten wir in eine der größten Shopping Malls Bangkoks ein („CentralwOrld“, kein Tippfehler), die zufällig genau auf unserem Weg lag. Hier verbrachten wir ein paar Stunden und bummelten gemütlich durch die 5 oder 6 Etagen; hier gibt es keinen Billig-Tand sondern die edleren und teuren Sachen, auch was das Essen angeht.

Endlich zurück im Hotel, wollten wir eigentlich abends nochmal los – aber dazu reichte die Kraft dann doch nicht mehr 😉

Der Lumphini Park, unser primäres Ausflugsziel, liegt hier: